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| Hundertjahrfeier der Bestätigung des kleinen Weges der hl. Therese in Gallipoli |
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Communicationes Gallipoli (24-01-2010).- Zur Jahrhundertfeier der “Bestätigung des kleinen Weges” der hl. Therese vom Kinde Jesus kamen in der italienischen Ortschaft Gallipoli zahlreiche Gläubige und Freunde des Karmel und der Heiigen von Lisieux für eine ganze Woche mit vielen Festveranstaltungen zusammen.
Den Auftakt zur Feier des “wunderbaren Ereignisses” im Karmelitinnenkloster Gallipoli bildete die Ankunft des Reliquienschreins der hl. Therese am 9. Januar, und die Festwoche schloss am 16. Januar, dem Gedenktag der Erscheinung der hl. Therese, mit einer von P. General Saverio Cannistrà geleiteten Eucharistiefeier.
Zu den Festveranstaltungen, an denen unter anderem der Provinzial der Unbeschuhten Karmeliten von Neapel, P. Enzo Caiffa, teilnahmen, zählten eine Ausstellung im Diözesanmuseum; Tagesveranstaltungen für Familien, Jugendliche und assoziierte Laien, zum Thema Berufungen, für Kranke, Priester und Ordensleute; und eine Vortragsreihe über den kleinen Weg der geistlichen Kindschaft der hl. Therese.
Die Referenten waren der belgische Karmelit Conrad de Meester mit einem Vortrag zum Thema “Die Entdeckung des kleinen Weges”; der französische Karmelit François-Marie Léthel, der über “Therese als Lehrerin des kleinen Weges” sprach; P. Dámaso Zuazua mit einem Vortrag über “Der kleine Weg und die Missionare”; P. Luigi Gaetani mit dem Vortrag “Die Bestätigung des kleinen Weges durch das Wunder von Gallipoli”; Louis Menville von der Kongregation für den Klerus mit einem Vortrag zum Thema “Der kleine Weg und die Priester” und P. Enzo Caiffa mit Gedanken zum Thema “Der kleine Weg und das Ordensleben”.
“Mein Weg ist sicher”
Die rätselhafte Äußerung am Schluss der Erscheinung in Gallipoli in der Nacht von 16. Januar 1910 “Mein Weg ist sicher und ich habe mich nicht geirrt, als ich mich an ihn hielt” ist eine Anspielung auf den kleinen Weg der geistlichen Kindschaft der hl. Therese.
Anfangs begriffen nicht einmal die Unbeschuhten Karmelitinnen selbst die Bedeutung dieser Bestätigung aus dem Munde der 13 Jahre zuvor in einem Kloster der Normandie, in Lisieux, verstorbenen jungen Karmelitin; es war ihnen nicht klar, dass es um eine “Bestätigung des kleinen Weges der geistlichen Kindschaft der hl. Therese” ging.
Die damalige Priorin des Klosters, Mutter Carmela, die diese “Erscheinung” hatte, erzählte sie weiter, weshalb sie zu den Akten des Seligsprechungsprozess für die “größte Heilige der Moderne” genommen wurde.
Der Bericht über das wunderbare Ereignis
“In der Nacht von 16. Januar war ich sehr krank und zudem in großer Sorge wegen der Schwierigkeiten, die wir gerade durchmachten. Es war drei früh. Um ein bisschen besser atmen zu können, richtete ich mich im Bett auf und schlief wieder ein. Da hatte ich einen Traum. Ich spürte, wie mich im Traum eine Hand berührte, die mir mit einer zärtlichen Geste das Bettuch bis zum Gesicht hochzog und mich zudeckte.
Ich meinte, dass es eine Schwester der Kommunität war, die mir diesen Liebesdienst erwies und sagte, ohne die Augen zu öffnen: “Lass mich in Ruhe, ich schwitze.”
Da sagte mir eine liebliche, mir unbekannte Stimme: “Nein, ich tue dir etwas Gutes”. Darauf deckte sie mich noch einmal zu und sagte: “Schau, um seinen Dienern und Dienerinnen zu helfen, bedient sich der liebe Gott nicht nur der Erdenbewohner, sondern auch derer des Himmels. Hier sind 500 Liras, um die Schulden eurer Kommunität zu begleichen.”
Ich antwortete, dass wir nur 300 Liras schuldig waren, aber sie sagte: “Einverstanden. Der Rest ist übrig. Da ihr aber kein Geld in der Zelle aufbewahren dürft, komm mit.”
“Ich dachte bei mir selbst: ‘Wie soll ich denn aufstehen, wo ich so verschwitzt bin?’ Da lächelte die himmlische Erscheinung, die wusste, was ich dachte, und sagte: ‘Es wird uns eine Bilokation helfen!’ Im selben Moment stand ich draußen vor meiner Zelle, und es war eine junge Karmelitin bei mir, von deren Habit und Schleier ein himmlisches Licht ausging, das mir auf dem Weg vorleuchtete.
Sie führte mich in die Windenzelle, zu einem Holzkästchen, in dem der Schuldschein über 300 Liras lag, und legte die 500 Liras dazu. Ich blickte sie voller Erstaunen an, fiel auf die Knie, um mich zu bedanken, und rief aus: “O, heilige Mutter!” Aber sie half mir auf, streichelte mir liebevoll übers Gesicht und sagte: “Ich bin nicht die heilige Mutter, ich bin die Dienerin Gottes Schwester Therese von Lisieux. Heute begeht man im Himmel und auf Erden das Fest des Namens Jesu”. Tief bewegt, wusste ich nicht, was ich sagen sollte, und wiederholte, mehr mit dem Herzen als mit Worten: “O, Mutter...”, konnte aber nicht weitersprechen.
Darauf berührte die himmlische Schwester meinen Schleier mit der Hand, wie um ihn zurechtzurücken, umarmte mich schwesterlich und entfernte sich langsam.
Ich sagte: “Warte, du weißt den Weg nicht.” Darauf antwortete sie mir mit einem himmlischen Lächeln: “Nein, nein, mein Weg ist sicher und ich habe mich nicht geirrt, als ich mich an ihn hielt.”
Da wurde ich wach, stand trotz meiner Müdigkeit auf, ging in den Chor hinunter und kommunizierte. Die Schwestern schauten mich an, fanden, dass ich ganz ungewohnt aussah, und wollten den Arzt holen. Als ich durch die Sakristei ging, redeten die beiden Sakristaninnen auf mich ein und wollten wissen, was mir passiert sei. Auch sie wollten, dass ich wieder ins Bett ging und den Arzt holen ließ.
Um das zu verhindern, erzählte ich ihnen, dass ich einen Traum gehabt hätte, der mich ganz aufgewühlt hätte, und ich erzählte ihnen den Traum. Die beiden Schwestern wollten gleich im Kästchen nachschauen, aber ich antwortete ihnen, dass man Träumen keinen Glauben schenken sollte. Da sie aber keine Ruhe gaben, tat ich es schließlich doch. Ich ging an die Winde, machte das Kästchen auf und fand dort wirklich den wunderbaren 500 Lira-Schein.
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